Soziale Medien
Die ungeahnte Macht von Tiktok: Wie ein Teenager Tausende wissenschaftliche Studien unbrauchbar machte

Ein einzelnes Tiktok-Video hatte eine verheerende Wirkung

© Kiichiro Sato / AP / DPA

Dass die sozialen Medien viel Einfluss auf unser Denken haben, ist längst bekannt. Als Tausende von wissenschaftlichen Studien in den USA plötzlich einen merkwürdigen Einschlag bekamen, dauerte es aber trotzdem, bis man hinter den Grund kam: ein einzelnes Video bei Tiktok.

Die Bereitschaft ein neues Produkt im Supermarkt zu probieren, einer neuen Serie bei Netflix eine Chance zu geben oder sogar die Stimmung bei Wahlen oder gegenüber der Corona-Pandemie zu verändern: Wohl niemand würde absprechen, dass die allgegenwärtigen sozialen Medien in der einen oder anderen Form Einfluss auf Stimmungen und den eigenen Geschmack haben. Wie drastisch aber einzelne Personen oder Posts ihre Macht entfalten können, zeigt gerade ein Fall in den USA.

Es begann eigentlich ganz harmlos. Sarah Frank, ein normaler Teenager aus den USA, wollte bei Tiktok Gleichaltrigen einige Tipps geben, wie man schnell nebenbei ein paar Dollar verdienen kann. Einer der Vorschläge: Bei der Umfrage-Plattform Prolific zahlen Wissenschaftler und Unternehmen dafür, dass man sich die Zeit nimmt, Fragebögen zu verschiedenen Themen auszufüllen. Doch was Frank damit lostrat, hatte sie nicht vorhergesehen, berichtet sie gegenüber „The Verge“.

Woher kommen die vielen Frauen?

Auch die Wissenschaftler ahnten zunächst nicht, was gerade passiert war. Doch die Folgen waren sofort spürbar. „Ich analysiere gerade meine Studie mit 300 Teilnehmern. Sehr generischer Titel und Beschreibung. Es geht vor allem um sozialen Vergleich und Geld. 91 Prozent sind weiblich, 7 Prozent Männlich“ , wunderte sich etwa der Psychologie-Doktorand Sebastian Deri bei Twitter. „Ich glaube nicht, dass…