Reaktionen auf „Pandora Papers“
EU will härter gegen Steueroasen vorgehen – Moskau und Jordanien weisen Vorwürfe zurück

Der jordanische König Abdullah II. droht nach den Enthüllungen mit rechtlichen Konsequenzen

© Johanna Gero / DPA

Nach den veröffentlichten „Pandora Papers“ über heimliche Briefkastenfirmen haben prominente Betroffene die Berichte zurückgewiesen. Berlin und Brüssel fordern anlässlich der Enthüllungen einen stärkeren Einsatz gegen Steueroasen.

Die Bundesregierung sieht die „Pandora Papers“ als weiteren Ansporn im Kampf gegen Steuervermeidung und Steuerbetrug. Das machte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin deutlich. Er verwies auf Maßnahmen der amtierenden Regierung und betonte die Bedeutung einer internationalen Zusammenarbeit, um Steueroasen austrocknen zu können. Auch die Europäische Kommission sprach sich für ein schärferes Vorgehen gegen Steuerhinterziehung aus.

Erneut könnten zahlreiche Politiker und andere Prominente in aller Welt nach der Veröffentlichung brisanter Dokumente unter dem Namen „Pandora Papers“ über ihr Finanzgebaren unter Druck geraten. Allein 35 amtierende und frühere Staatslenker sowie mehr als 330 andere Politiker aus fast 100 Ländern sowie weitere bekannte Persönlichkeiten sollen nach Angaben eines internationalen Konsortiums investigativer Journalisten Vermögen „mithilfe von intransparenten Trusts, Stiftungen und Briefkastenfirmen“ angelegt haben. Das berichteten am Sonntagabend „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR, die nach eigenen Angaben an der Auswertung des Datenlecks mitgewirkt hatten.

Berlin und Brüssel für mehr Einsatz gegen Steuerbetrug

Nach den jüngsten Enthüllungen fordert die Bundesregierung einen stärkeren internationalen Einsatz gegen Steueroasen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die nun bekannt gewordenen „Pandora Papers“ seien ein…