Seit 2007 riskierte Lars Vilks sein Leben für seine Haltung zur Kunst- und Meinungsfreiheit. Der schwedische Kunstprofessor musste im Verborgenen leben, stets umgeben von Sicherheitsleuten. Auslöser dafür war eine von drei Zeichnungen, die den Propheten Mohammed als Hund darstellten, auf einer apportiert Mohammed einen Sprengstoffgürtel, auf einer anderen steht er als in Schweden typischer „Rondellhund“ inmitten eines Kreisverkehrs .

Proteste in der islamischen Welt

Vilks hatte die Karikaturen für eine Ausstellung über Hunde in der Kunst vorgelegt. Mit seinen Zeichnungen habe er auf die „künstliche Zurückhaltung“ von Künstlern vor religiösen Tabus hinweisen wollen, sagte Vilks damals. Die massiven Proteste in der islamischen Welt, die die Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ im September 2005 ausgelöst hatten, waren noch nicht lange her. 

Lars Vilks 2015 in Kopenhagen

Die Ausstellungsmacher zogen die Hundezeichnungen aus Angst vor islamistischem Terror zurück. Das wiederum löste Kritik im eigenen Land aus: Mehrere schwedische Zeitungen empörten sich über die „vorauseilende Selbstzensur“. Sie veröffentlichten im August 2007 die Zeichnungen, allen voran die Regionalzeitung Nerikes Allehanda: in ihrem Leitartikel wurde betont, dass sie zwar das „Recht der Muslime auf Religionsfreiheit“ respektiere, gleichzeitig hieß es aber, es müsse erlaubt sein, „die wichtigsten Symbole des Islam zu verspotten – genau wie die Symbole aller anderen Religionen“. 

Spätestens jetzt wurden die Karikaturen international bekannt. Wieder war die islamische Welt in Aufruhr und protestierte empört gegen diese Zeichnungen. Viele Muslime betrachten bildliche Darstellungen ihres Propheten als Gotteslästerung und Hunde als unreine Tiere.

Islamisten beließen es nicht bei Kritik: Die Terrororganisation Al-Kaida setzte im September 2007 unter übelsten Drohungen (er sollte „wie ein Lamm abgeschlachtet werden“) ein Kopfgeld von 150.000 Dollar auf…