Sehen Sie im Video: Merkel hält letzte Einheits-Rede – und stichelt gegen ihre Kritiker.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident Sachsen-Anhalt: „Die Bilanz nach 31 Jahren deutscher Einheit fällt positiv aus. Hinter uns liegt eine enorme Aufbauleistung. Wir haben sehr viel erreicht. Und dafür danke ich auch Ihnen, verehrte Frau Bundeskanzlerin.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Vielfalt und Unterschiede sind keine Gefahr für die Demokratie, ganz im Gegenteil. Vielfalt und Unterschiede sind Ausdruck gelebter Freiheit. Und erst recht gilt das für unser wiedervereinigtes Land mit all den bis 1990 durch die Teilung erzwungenen, so unterschiedlichen Lebenswegen der Menschen in Ost und West. Doch ganz ehrlich, ganz so einfach ist es häufig nicht. Müssen nicht Menschen meiner Generation und Herkunft aus der DDR die Zugehörigkeit zu unserem wiedervereinigten Land auch drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit gleichsam immer wieder neu beweisen, so als sei die Vorgeschichte, also das Leben in der DDR, irgendwie eine Art Zumutung? ://: Ich möchte Ihnen dazu ein Beispiel aus meinem Leben erzählen. In einem Ende letzten Jahres in der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebenen Buch mit vielen Beiträgen und Positionen zur Geschichte der CDU heißt es in einem der dort veröffentlichten Aufsätze über mich, ich zitiere: ‚Sie, die als 35-Jährige mit dem Ballast ihrer DDR-Biografie in den Wendetagen zur CDU kam, konnte natürlich kein von der Pike auf sozialisiertes CDU-Gewächs altbundesrepublikanischer Prägung sein.‘, Zitat Ende. Die DDR-Biografie, also eine persönliche Lebensgeschichte von in meinem Fall 35 Jahren in einem Staat der Diktatur und Repression – Ballast? Dem Duden nach also eine schwere Last, die in der Regel als Fracht von geringem Wert zum Gewichtsausgleich mitgeführt wird oder als unnütze Last, überflüssige Bürde abgeworfen werden kann? Es war der Duden. Ich erzähle das hier nicht, um mich zu beklagen. Denn ich bin nun wirklich die Letzte, die Grund…