Es lag sicher nicht an der Anwesenheit des Bundestrainers in der Allianz-Arena. Wenn der Torhüter Kevin Trapp, ehemals ein Kandidat für internationale Aufgaben, gefragt worden wäre, wessen Trainer-Wort an diesem Frühherbst-Sonntag wichtig wäre, hätte der Keeper sicher seinen Frankfurter Coach Oliver Glasner genannt. Egal wird es Trapp aber nicht gewesen sein, dass auch Hansi Flick seine tadellose Leistung im Spiel gegen die Bayern sah. Im Gegenteil.

Dass Glasners Plan in der Höhle des Rekordmeisters aufging, lag nicht nur an der Bereitschaft der Frankfurter, sich der Dominanz der schnellen und früh pressenden Bayern mit stabiler Physis entgegenzustellen. „Da siehst Du die roten Männchen von rechts und links auf Dich zukommen“, prognostizierte Glasner vor dem Spiel auf DAZN die Erfahrung, die seine Spieler machen würden. Und so war es dann auch.

Doch zwischen all den roten und schwarzen Männchen gab es eben diese Figur im grünen Jersey, der eine Bayern-Chance nach der anderen vereitelte. Stürmer Robert Lewandowski hatte zu Beginn beider Hälften Führungstreffer auf Kopf und Fuß, aber Trapp war da schon wach genug, diese zu verhindern. Bei etlichen anderen Gelegenheiten anderer Bayern-Stars war das Ergebnis dasselbe.

„Trappos“ warmer Handschuh

Aus Frankfurt einst nach Paris St. Germain, dort aber aus der ersten Reihe verbannt (unter anderem mit Hilfe des italienischen Alt-Internationalen Gianluigi Buffon), zurück zur Eintracht, hatte der 31-Jährige Trapp zuletzt nicht immer glückliche Augenblicke im Frankfurter Tor. Diesmal nur von Glück zu sprechen, wäre aber für den Schlussmann mit den großen Reflexen an diesem Abend ungerecht. Dass Leon Goretzka die Bayern in Führung brachte (29.), war von ihm nicht zu verhindern. Den Rest hielt Trapp und sicherte so den ersten Bundesliga-Sieg der Frankfurterin dieser Saison.

Diese Figur im grünen Jersey: Lewandowski kommt nicht an Trapp vorbei

„Trappo hat einen warmen Handschuh gehabt heute“, sagte Thomas Müller…