Die meisten der führenden deutschen Politiker:innen richten in diesen Tagen ihren Blick eher nach vorne als in die Vergangenheit. Just zum 31. Tag der deutschen Einheit seit der Wiedervereinigung sind die Gespräche zur Bildung einer neuen Koalition in Fahrt gekommen. Die Feierlichkeiten in Sachsen-Anhalts Hauptstadt Halle an der Saale an diesem Sonntag stehen ganz im Schatten der Regierungsfindung.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) bezeichnete dennoch in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen den 3. Oktober 1990 als „Glückstag“ in der deutschen Geschichte. Er stehe „seit drei Jahrzehnten für das Miteinander in unserem Land“, sagte er in einer bereits am Samstag von der Staatskanzlei in Düsseldorf veröffentlichten Erklärung. Der 3. Oktober erinnere daran, „welche Kraft der friedliche Protest für Freiheit und Demokratie entfalten kann“. Am Freitag hatte Nordrhein-Westfalen turnusgemäß den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz übernommen.

Tag der deutschen Einheit: Zusammenhalt bleibt Aufgabe

„Am Tag der Deutschen Einheit denken wir aber auch an die großen Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft heute gegenüberstehen sieht“, sagte Laschet. Es sei die wichtigste Aufgabe der Politik, „alles für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu tun: zwischen Stadt und Land, zwischen Jung und Alt, zwischen Ost und West“. Dieser Aufgabe sehe sich auch Nordrhein-Westfalen als neues Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz verpflichtet.

dho
DPA