Tag der deutschen Einheit
„Ist nicht einfach da“: Angela Merkel ruft dazu auf, jeden Tag für die Demokratie zu arbeiten

Nachdenklich am Tag der deutschen Einheit in Halle/Saale: Angela Merkel vor einem ihrer letzten Auftritte als Bundeskanzlerin.

© Jan Woitas / AFP

Auch 31 Jahre nach der Vereinigung von DDR und BRD klafft noch vieles in Ost und West auseinander – wirtschaftlich und politisch. Das macht auch Angela Merkel nachdenklich. Sie ruft dazu auf, jeden Tag für die Demokratie zu arbeiten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat 31 Jahre nach der deutschen Vereinigung zum andauernden Einsatz für die Demokratie aufgerufen. „Demokratie ist nicht einfach da. Sondern wir müssen immer wieder für sie miteinander arbeiten, jeden Tag“, sagte die CDU-Politikerin beim Festakt zum 31. Tag der Deutschen Einheit am Sonntag in Halle an der Saale. Manchmal, so fürchte sie, werde mit den demokratischen Errungenschaften etwas zu leichtfertig umgegangen, sagte die 67-Jährige während ihrer wohl letzten großen Rede als Bundeskanzlerin.

In dieser Zeit seien zusehends Angriffe auf so hohe Güter wie die Pressefreiheit zu sehen. Zu erleben sei eine Öffentlichkeit, in der mit Lügen und Desinformation Ressentiments und Hass geschürt würden. „Da wird die Demokratie angegriffen“, sagte Merkel. Daher stehe nicht weniger als der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Prüfstand.

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Plakat „31 Jahre Deutsche Einheit“ vor den Türmen der Kirche „Unser Lieben Frau“ in Halle an der Saale. In der Stadt in Sachsen-Anhalt finden in diesem Jahr die zentralen Feiern statt. 

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