Religionen
Tausende Besucher am Tag der offenen Moschee

Der Tag der offenen Moschee wird jährlich am Tag der deutschen Einheit begangen – 2021 nun zum 25. Mal. Foto: Fabian Sommer/dpa

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Es ist eine feste Tradition seit nun 25 Jahren. Zum Tag der Deutschen Einheit laden auch die Moscheegemeinden ein.

Moscheen in Deutschland haben auch an diesem Sonntag wieder ihre Türen für Besucher geöffnet – und damit zugleich ein Jubiläum gefeiert. Zum 25. Mal wurde der Tag der offenen Moschee begangen, diesmal unter dem Motto «Moscheen gestern und heute».

Rund tausend Moscheegemeinden wollten mitmachen. In Berlin besuchten Tausende Gäste die muslimischen Gotteshäuser. Der Vorsitzende der Gemeinde der Sehitlik Moschee in Berlin-Neukölln, Yacup Ayar, sprach am Sonntagnachmittag von etwa 1500 bis 2000 Besuchern allein in dessen Gemeinde. Ihnen wurden Moscheeführungen sowie eine Fotoausstellung und Musik geboten.

Er sei angesichts der noch immer andauernden Corona-Pandemie mit der Resonanz zufrieden, sagte Ayar. Vor der Pandemie seien es jedoch etwa 4000 bis 5000 Besucher gewesen. Auch die Kölner Zentralmoschee der Türkisch Islamischen Union Ditib hatte ihre Pforten geöffnet. In anderen Städten gab es ebenfalls – unter Einhaltung der Hygienevorschriften – Moscheeführungen, Vorträge, Gespräche oder Ausstellungsbesuche.

Tradition seit 25 Jahren

Auf Initiative des Zentralrats der Muslime (ZMD) war das Angebot 1997 an den Start gegangen – als Zeichen der Zugehörigkeit und Verbundenheit bewusst am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Seit 2007 organisiert der Koordinationsrat der Muslime (KRM) als Zusammenschluss von inzwischen sechs Islamverbänden den Moscheetag. In Deutschland leben rund 5,5 Millionen Muslime. Unter den Bundesländern wohnen die mit Abstand meisten in Nordrhein-Westfalen.