Unionsdebatte
Druck auf Laschet wächst

Wohin führt der Weg von Armin Laschet? Foto: Sven Hoppe/dpa

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Offen spricht es niemand aus. Doch selbst einstige Weggefährten rücken von Armin Laschet ab. Das Problem: Wer soll die CDU führen, wenn der Parteichef abtritt?

Der Druck auf CDU-Chef Armin Laschet steigt. In der Partei wird immer offener über eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung diskutiert. «Dafür muss es einen Bundesparteitag geben, spätestens im Januar», sagte Parteivize Jens Spahn der «Welt am Sonntag».

«Dass im Wahlkampf Fehler passiert sind und unser Spitzenkandidat nicht richtig gezogen hat, kann niemand leugnen. Allein das hat viele Prozente gekostet.» Unabhängig vom Ausgang der Sondierungen müsse klar sein: «Jetzt geht es um die Aufstellung für die Zukunft, einfach so weitermachen ist keine Option.»

Die Union will trotz ihres Wahldebakels an diesem Sonntag mit der FDP und am Dienstag mit den Grünen die Chancen einer gemeinsamen Regierungsbildung ausloten. Einem solchen Jamaika-Bündnis werden allerdings nur dann Chancen eingeräumt, falls die Gespräche über eine SPD-geführte Ampel-Koalition mit Grünen und FDP scheitern sollten, die parallel dazu weiterlaufen. CSU-Chef Markus Söder hatte bereits am vergangenen Dienstag erklärt: «Die besten Chancen, Kanzler zu werden, hat derzeit Olaf Scholz – eindeutig.»

Ruf nach einer Basisbeteiligung wird lauter

Mehrere CDU-Politiker dringen auf ein Mitgliedervotum über eine personelle Neuaufstellung, wenn die Jamaika-Sondierungen scheitern sollten. Zu ihnen gehören die Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann und Christian von Stetten vom Wirtschaftsflügel, die sich immer wieder für Friedrich Merz als Parteichef eingesetzt hatten. Die «Bild» hatte berichtet, Merz wolle sich wieder um den Parteivorsitz bewerben, sollte es eine…