Das „Berghain“ ist einer der berühmtesten Clubs der Welt. Ein massiges klassizistisches Gebäude steht da mitten auf einem großen Gelände im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Die optimale Party-Location – weil keiner drumherum wohnt. Das ehemalige Ost-Berliner Heizkraftwerk ist seit 2004 Sehnsuchtsort von Partygängern aus der ganzen Welt.

Das „Berghain“ ist die Fortsetzung der Berliner Techno-Club-Geschichte, die Anfang der 1990er in zahlreichen Kellern und leeren Fabrikgebäuden begann. Nach dem Mauerfall bot gerade der Untergrund des ehemaligen Ost-Berlins sehr gefragte Orte, um zu feiern. Der Soundtrack dazu war schweißtreibend, wild und stark: Techno-House.

Vom „Tresor“ bis zum „Berghain“

Der berühmteste Berliner Club der 1990er-Jahre war der „Tresor“: Ein freistehender Bau auf dem damals noch leeren Potsdamer Platz, im Niemandsland zwischen dem alten Osten und dem alten Westen, ein Keller mit den rostigen Schließfächern der ehemaligen Wertheim-Bank, Gitterstäben, einem unerbittlichen Stroboskop-Gewitter und ebenso unerbittlichen Beats.

Der „Tresor“ musste seine Pforten schließen

Hier entstand der Berliner Techno-Mythos. Auch Läden wie der „Bunker“ oder der „Eimer“ gehören zur Clubgeschichte der Hauptstadt. Viele haben die 1990er-Jahre nicht überlebt. Ein Club jedoch überdauerte die Jahrtausendwende. 1999 gegründet, gilt das „Ostgut“ als Vorgänger des „Berghain“. Hier kulminierte das gesamte Berliner Clubleben zu einzigartigen Partys, wo grenzenlose – auch sexuelle – Freiheit zelebriert wurde.

2003 musste das „Ostgut“ einer Mehrzweckarena weichen. Die Betreiber suchten ein neues Gebäude, wurden schnell fündig unter eröffneten im Dezember 2004 das „Berghain“. Schnell wurde es in der ganzen Welt bekannt und hat dadurch einen hohen Kultstatus erreicht.

Reinkommen ist schwer, Nichtreinkommen ist einfach

Wer rein will, steht stundenlang in einer Schlange. Wer rein darf – das steht in den Sternen. Die Türsteher sind unberechenbar – man spricht von der…