Autobauer
VW-Betriebsrat will Beschleunigung für E-Autos am Stammwerk

Das Markenhochhaus von Volkswagen in Wolfsburg. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

© dpa-infocom GmbH

Vor der diesjährigen Planungsrunde des Konzerns sorgen sich die Arbeitnehmervertreter in Wolfsburg um die zukünftige Auslastung des Stammwerks und fordern einen zügigeren Weg in die Produktion von E-Autos.

Der VW-Betriebsrat fordert angesichts des nicht ausgelasteten Stammwerks in Wolfsburg einen zügigeren Weg in die Produktion von E-Autos.

«Die schwierige Lage im Werk Wolfsburg bildet einen klaren Schwerpunkt der laufenden Beratungen für die diesjährige Planungsrunde», sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo laut einer Mitteilung vom Samstag. Mit dem Abschluss der Planungsrunde würden in etwa sechs Wochen die Investitionen in die weltweiten Konzernstandorte festgelegt. Die Beschlüsse reichen bis in die zweite Hälfte des Jahrzehnts.

Cavallo und ihr Stellvertreter Gerardo Scarpino verwiesen auf die angespannte Situation im Stammwerk. Der Fabrik drohe aktuell im zweiten Jahr in Folge ein seit der Nachkriegszeit historisches Produktionstief. Vergangenes Jahr sei Wolfsburg nur auf knapp eine halbe Million Fahrzeuge gekommen. Dieses Jahr, ebenfalls geprägt von erheblicher Kurzarbeit, dürften es sogar noch einmal weniger werden.

Damit unterschreite das Stammwerk nicht nur den jüngsten Zehn-Jahres-Durchschnitt von knapp 780.000 Autos pro Jahr. Auch die mit dem Unternehmen vereinbarten Auslastungszusagen lägen weit davon entfernt: So habe der Vorstand mit dem Ende 2016 beschlossenen Zukunftspakt für das Jahr 2020 eine Auslastung von mindestens 820.000 Fahrzeugen im Stammwerk garantiert. Mitte 2018 war sogar das Ziel von einer Million Fahrzeuge in Aussicht gestellt worden. «Auch bereinigt um die aktuellen Negativfaktoren Corona und Halbleitermangel sind wir…