Tarife
Bahn-Gewerkschaft EVG stellt neue Tarifforderungen

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn schwelt weiter. Nach dem Abschluss mit der Lokführergewerkschaft GDL will die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit dem Konzern nachverhandeln. Foto: Jörg Carstensen/dpa

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Der Tarifkonflikt bei der Bahn ist noch längst nicht vom Tisch. Nach erfolgreichem Abschluss der Lokführergewerkschaft GDL legt nun auch die größere EVG mit Forderungen nach.

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn schwelt weiter. Nach dem Abschluss mit der Lokführergewerkschaft GDL will die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit dem Konzern nachverhandeln.

«Wir rufen die Bahn in einem Forderungspaket dazu auf, unmittelbar und zügig in Tarifverhandlungen zu gehen, weil wir einen schnellen Abschluss erreichen wollen», sagte EVG-Chef Klaus-Dieter Hommel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir wollen damit so schnell wie möglich den Betriebsfrieden wieder herstellen.»

Der Bundesvorstand beschloss demnach ein Paket mit mehreren Forderungen, darunter eine Corona-Prämie von 1500 Euro, verbesserte Leistungen in der Altersvorsorge, eine jährliche Mobilitätspauschale von 100 Euro sowie einen höheren Beitrag des Unternehmens für den gemeinsamen Sozial-Fonds. Außerdem soll der Abschluss für die gesamte Belegschaft gelten.

Sollte die Bahn Verhandlungen ablehnen oder kein Ergebnis erreicht werden, werde die EVG ihr vertraglich zugesichertes Sonderkündigungsrecht des bestehenden Tarifvertrags nutzen, sagte Hommel. Damit würde die Friedenspflicht aufgehoben, Streiks wären möglich.

Die EVG hatte sich vor einem Jahr mit der Bahn auf einen Tarifvertrag geeinigt. Dieser sieht unter anderem um 1,5 Prozent höhere Löhne und Gehälter ab 2022 vor sowie eine…