Autozulieferer
Continental baut Konzernstruktur um

Der Autozulieferer will das zentrale Zukunftsthema einer eigenen Software-Entwicklung stärken. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

© dpa-infocom GmbH

Verschlankung und Kostensparen sind meist Kernziele, wenn sich Firmen intern umsortieren. Das gilt auch für die jüngsten Pläne von Conti. Vor allem ein Bereich soll eine herausgehobene Rolle spielen.

Mit einem Konzernumbau will Continental seine Struktur verschlanken und dabei auch das zentrale Zukunftsthema einer eigenen Software-Entwicklung stärken.

Der Autozulieferer stellte die Pläne nach einer Aufsichtsratssitzung vor. Ab Januar 2022 sollen alle Aktivitäten in nur noch drei Unternehmensbereiche eingegliedert werden: Automotive, Reifen und das Industriegeschäft Contitech. In der ersten Sparte ist künftig eine Untereinheit für «Software and Systems Excellence» angesiedelt. Vom Jahreswechsel an ist sie dort ein separater Teil neben fünf weiteren Geschäftsfeldern.

Außerdem machen die Hannoveraner aus den bisher zusammengefassten Geschäftsfeldern Reifen (Tires) und Industrie (Contitech) zwei eigenständige Unternehmensbereiche. Die Sparte für Reifen gehörte zuletzt zu den profitabelsten des Dax-Konzerns, allerdings werden hier auch etliche Jobs gestrichen. Neue Stellen entstehen vor allem bei Software, Sensorik und Elektronik. Insgesamt sind bei Conti in den nächsten Jahren bis zu 30.000 Stellen weltweit auf dem Prüfstand.

Fünf statt sieben Einheiten

In der neuen Gestalt des Autozuliefer-Kernbereichs gibt es außer den Software- und Systemspezialisten fortan noch fünf untergeordnete Geschäftsfelder. Dies sind Netzwerktechnik und Hochleistungsrechner, Anzeige- und Bedienelemente, Mobilitätsdienste, autonomes Fahren sowie Sicherheitstechnologien. In der bisherigen Struktur war das alles auf sieben Einheiten verteilt und anders…