Ab November
Australien öffnet erstmals wieder internationale Grenzen

Menschen gehen mit einem Hund am Albert Park Lake in Melbourne spazieren. (Archivbild) Foto: Daniel Pockett/AAP/dpa

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Im November soll in Australien in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von über 80 Prozent erreicht sein. Das wird Konsequenzen haben, die lange herbeigesehnt wurden.

Australien wird im November erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder seine internationalen Grenzen öffnen. Vollständig geimpfte Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz dürfen dann wieder ins Ausland reisen.

Bei ihrer Rückkehr müssen sie sieben Tage in häusliche Quarantäne statt wie bisher 14 Tage in Isolation in einer teuren Einrichtung. Das kündigte Premierminister Scott Morrison am Freitag an. Grund für die von Vielen lang ersehnte Lockerung sei, dass dann in den meisten Regionen des Landes eine Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht sei. Für Nicht-Geimpfte gelten die bisherigen Quarantäneregeln.

«Es ist Zeit, den Australiern ihre Leben wiederzugeben», sagte der konservative Politiker. Die Menschen hätten «große Opfer» gebracht, aber dadurch auch viele Leben gerettet. Die Behörden hatten vor eineinhalb Jahren die Grenzen des Landes komplett geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Sie verfolgten eine «Null-Covid-Strategie», was bis zur Ausbreitung der Delta-Variante auch gut funktioniert hat. Lange genossen die Bürger viele Freiheiten, die in anderen Staaten undenkbar schienen.

Die Kehrseite: Viele Australier konnten seit Pandemiebeginn nicht mehr in die Heimat reisen und Verwandte und Freunde besuchen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt saßen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest, ohne die Möglichkeit von…