Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat ein Gesprächsangebot der USA als „reine Fassade“ zurückgewiesen. Damit wollten die Vereinigten Staaten ihre „Unehrlichkeit und ihr feindseliges Handeln“ verschleiern, sagte Kim laut der Zeitung „Rodong Sinmun“. Auch nach der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden habe sich nichts an der „militärischen Bedrohung“ Nordkoreas durch die USA sowie deren „feindseliger Politik“ gegenüber Pjöngjang geändert, meinte Kim in einer Rede vor den Mitgliedern der Obersten Volksversammlung weiter. Der „internationale Frieden und die internationale Stabilität“ würden vom „Machtmissbrauch der USA und ihrer Anhänger“ bedroht, so Kim.

Das Außenministerium in Washington wies die Anschuldigungen zurück. Man sei nach wie vor zu Verhandlungen bereit, sagte ein Sprecher. Seit Beginn von Bidens Präsidentschaft im Januar hat die US-Regierung immer wieder ihre Gesprächsbereitschaft gegenüber der Führung in Pjöngjang hervorgehoben. Um ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms zu erreichen, sei Washington jederzeit bereit, Vertreter Pjöngjangs überall und ohne Vorbedingungen zu treffen, betonten US-Regierungsvertreter.

Nordkorea provoziert

Zuletzt provozierte Nordkorea das verfeindete Südkorea und westliche Staaten mit mehreren umstrittenen Raketentests. Am Dienstag meldete Pjöngjang den erfolgreichen Versuch mit einer Hyperschall-Rakate vom Typ Hwasong-8. Staatsmedien feierten den Raketentest als Schritt von „großer strategischer Bedeutung“. Nordkorea wolle seine Verteidigungskapazitäten um ein „Tausendfaches“ erweitern, schrieb die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Das von KCNA freigegebene Foto soll den Start der Hyperschall-Rakete vom Dienstag zeigen

Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet. Hyperschall-Raketen sind zudem flexibler als gewöhnliche Raketen, was ihre Zerstörung durch Raketenabwehrsysteme stark erschwert.

UN-Sicherheitsrat einberufen 

Der mutmaßliche…