Wunschliste
Was die Wirtschaft von einer neuen Regierung erwartet

Eine Schlüsselrolle gerade für energieintensive Unternehmen spielt der Ausbau des Stroms aus erneuerbaren Energien. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Die SPD will eine «Fortschrittskoalition», die Union eine «Zukunftskoalition». Digitalisierung, Bürokratie, Energiekosten: Aus Sicht der Wirtschaft liegt vieles im Argen.

In der deutschen Wirtschaft wird gespannt, aber auch etwas unsicher auf die Regierungsbildung geschaut: Wie lange dauern die Verhandlungen, welches Bündnis kommt zustande, welchen Kurs verfolgt dieses dann in zentralen Fragen?

Die Wunschliste von Verbänden ist lang. «Die Wirtschaft braucht jetzt einen spürbaren Investitionsruck in Deutschland», sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, am Mittwoch in Berlin. Was zu den Kernforderungen zählt:

Mehr Tempo bei der Digitalisierung

Eine am Mittwoch vorgestellte Befragung der Industrie- und Handelskammern bei 3500 Betrieben ergab als Top-Priorität für eine neue Bundesregierung: die Digitalisierung vorantreiben. Den Ausbau der digitalen Infrastruktur etwa bei Glasfaserleitungen bewerteten die Betriebe als schlecht. Die Digitalisierung aber sei «ein entscheidender Wachstumstreiber und für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland von großer Bedeutung», heißt es in der DIHK-Auswertung. Dazu gehöre: Verwaltungsleistungen müssten verbessert und beschleunigt werden.

«Ohne eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und eine schnelle Verwaltung werden die Unternehmen ihre großen Zukunftsaufgaben hierzulande ebenso wie im weltweiten Wettbewerb nicht bewältigen können», sagte Adrian. Der Digitalverband Bitkom fordert ein Digitalministerium, das bei Kernprojekten die Federführung übernehmen müsse. Der…