Kniend, liegend, hockend – in allen möglichen Positionen machen Kinofans Fotos mit den Namen ihrer Idole auf dem legendären Walk of Fame, einem Gehweg auf dem Hollywood Boulevard mit knapp 2700 Sternen, die Prominente der US-Unterhaltungsbranche ehren. Ab dem 30. September kommt für Cineasten ein weiterer Pilgerort in Los Angeles hinzu – das Academy Museum of Motion Pictures, gegründet von der gleichnamigen US-Filmorganisation, die den weltberühmten Oscar vergibt. Die jährliche Preisverleihung samt rotem Teppich gehört zu den spektakulärsten Medienereignissen weltweit, die goldene Männerstatue gilt als prestigeträchtigste Auszeichnung der Branche. Nach vielen Verzögerungen eröffnet nun das Oscar-Museum seine Tore.

Bereits 1929, zwei Jahre nach der Gründung der Oscar Academy, machte sich die US-Filmbranche für ein eigenes Museum stark. Die Pläne verschwanden aber schnell in irgendeiner Schublade. In den 1960er-Jahren gab es einen neuen Anlauf – ebenfalls erfolglos. Das Kino war wohl noch nicht reif für seine eigene Musealisierung. 2008 kam die Finanzkrise und das Unterfangen stockte erneut, doch einige Jahre später wurden die Pläne für ein eigenes Hollywood-Museum endlich konkreter. Knapp zehn Jahre wurde an dem Prestige-Objekt getüftelt, mehrmals wurde die Einweihung verschoben, zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie.

Viel Bling Bling: Das Academy Museum aus der Vogelperspektive

Nun ist es soweit – und die ganze Filmbranche schaut nach Hollywood: „Unsere Eröffnungsausstellungen und Programme erzählen die feierlichen und vielfältigen Geschichten des Filmschaffens – die Technologie, die Künstler, die Geschichte und die sozialen Auswirkungen auf unsere Geschichte und Gegenwart – und scheuen dabei nicht vor kritischen Perspektiven zurück, die unsere Zukunft nur bereichern können“, schreibt Bill Kramer, Direktor und Präsident des Museums, in der Pressemitteilung.

Prestige-Objekt der Filmakademie

Die Academy hat keine Kosten und Mühen gescheut und…