Kriminalität
N26: Hohe Strafe wegen mangelhafter Geldwäsche-Bekämpfung

N26 muss eine Millionenstrafe wegen mangelhafter Geldwäsche-Bekämpfung zahlen. Foto: Christophe Gateau/dpa

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Bei ihrem rasanten Wachstum hat die Smartphone-Bank zu wenig gegen Betrug und Missbrauch unternommen. Dafür präsentiert die Bankenaufsicht dem Berliner Start-up nun eine teure Quittung.

Die Smartphone-Bank N26 muss wegen einer mangelhaften Geldwäsche-Bekämpfung eine Millionenstrafe an die Finanzaufsicht Bafin zahlen. Das teilte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit.

Dem Berliner Start-up war vorgeworfen worden, nicht entschieden genug Verdachtsfällen nachgegangen zu sein. Damit habe die Bank gegen das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten verstoßen. Im Mai hatte die Bafin bereits einen Sonderbeauftragten eingesetzt, der N26 auf die Finger schauen soll.

N26 räumte ein, man habe in den Jahren 2019 und 2020 «weniger als 50 Geldwäscheverdachtsmeldungen» verspätet bei der Bafin eingereicht. Das Bußgeld in Höhe von 4,25 Millionen Euro sei im Juni fristgerecht bezahlt worden, teilte die Bank mit. Nach Angaben der Bafin ist der Bußgeldbescheid seit dem 15. Juli rechtskräftig.

Die Höhe des Bußgeldes für N26 fällt außergewöhnlich hoch aus. So hatte die Bafin im vergangenen Jahr über alle Geschäftsbereiche hinweg Geldbußen in einer Gesamthöhe von knapp 8,5 Millionen Euro festgelegt, darunter insgesamt knapp 400.000 Euro für die Bereiche Bankenaufsicht, Geldwäscheprävention und Versicherungsaufsicht zusammen.

Nächste Finanzierungsrunde schon in Sicht

Mit dem Abschluss des Bußgeldverfahrens räumt N26 einen großen möglichen Stolperstein für eine nächste Finanzierungsrunde aus dem Weg. Neben der Geldstrafe hatte die Bafin nach Medienberichten sogar…