Viele Menschen auf Kreta flüchteten in Panik ins Freie. Griechische TV-Sender melden mindestens ein Todesopfer. Der Mann starb beim Einsturz einer Kirche in dem Ort Arkalochori südlich der Inselhauptstadt Heraklion (Iraklio). Der Bürgermeister von Heraklion, Vassilis Lambrinos, sagte dem Fernsehsender Skai, alle Schulgebäude seien vorsichtshalber evakuiert worden.

Schulkinder mit ihren Lehrern in Heraklion

Mehrere Menschen werden unter Trümmern eingestürzter Häuser vermutet. Das Erdbeben auf der auch bei Touristen sehr beliebten Insel ereignete sich in zwei Kilometer Tiefe und hatte laut dem europäischen seismologischen Zentrum EMSC (European-Mediterranean Seismological Centre) eine vorläufige Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Das geodynamische Institut Athen gab die Stärke mit 5,8 an. Das Epizentrum lag rund 20 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Heraklion.

Griechische TV-Sender zeigten Bilder von zerstörten Gebäuden in Dörfern in der Nähe des Epizentrums. Auch in sozialen Medien wie Twitter kursierten entsprechende Fotos.

Das Beben war auf ganz Kreta und auf anderen griechischen Inseln wie etwa dem nördlich gelegenen Santorin zu spüren. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region. Laut EMSC hatte das heftigste Nachbeben eine vorläufige Stärke von 4,6.

Auch an der türkischen Südwestküste flüchteten Anwohner aus ihren Gebäuden auf die Straße. Vor allem in der Küstenregion Datca wurde die Erde durchgeschüttelt. 

se/sti (ap, dpa, afp, rtr)