Frankfurt am Main
„Wie sehr sich diese Stadt gewandelt hat“: Omid Nouripour holt den früheren Wahlkreis von Erika Steinbach

Einer von 16 Grünen mit Direktmandat: Omid Nouripour aus Frankfurt am Main.

© Bernd von Jutrczenka / DPA

16 Direktmandate haben die Grünen bei der Bundestagswahl erobert – 15 mehr als 2017. Neben Robert Habeck und Cem Özdemir konnte Omid Nouripour gewinnen. Sein Frankfurter Wahlkreis war früher noch an die konservative Erika Steinbach gegangen.

Die Grünen haben bundesweit 16 Wahlkreise direkt gewonnen – vor vier Jahren war es nur einer. Neben drei Direktmandaten in Berlin und zwei in Hamburg gab es dieses Jahr auch einen Wahlkreis für Robert Habeck in Flensburg-Schleswig, sowie einen für Ex-Parteichef Cem Özdemir in Stuttgart. In Frankfurt am Main freut sich vor allem Omid Nouripour.

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Nicht nur, weil er der erste Grüne aus Hessen ist, der ein Direktmandat gewinnt. Das hatte selbst sein Vorgänger, Ex-Außenminister Joschka Fischer hier nicht geschafft. Dafür aber Erika Steinbach – die mittlerweile AfD-nahe Ex-Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. „Sie hat den Wahlkreis jahrelang gewonnen. Das zeigt, wie sehr sich diese Stadt gewandelt hat“, sagte der Außen- und Verteidigungspolitiker Nouripour.

Erster Grüner war Christian Ströbele

Nouripour sitzt seit 2006 für die Grünen im Bundestag, er war auch auf Platz zwei der Landesliste seiner Partei angetreten. Als erster Grünen-Politiker bundesweit hatte Christian Ströbele 2002 in Berlin ein Direktmandat bei der Bundestagswahl gewonnen, diesen Erfolg wiederholte er anschließend drei Mal. Nach seinem Rückzug aus der Bundespolitik gelang dies 2017 auch seiner Nachfolgerin Canan Bayram. Weitere grüne…