Koalitions-Diskussion
Lindner: FDP will Vorsondierungen mit den Grünen führen

Christian Lindner könnte mit den Grünen in Vorgesprächen klären, welchen Kanzlerkandidaten man gemeinsam unterstützen will. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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Bei der Frage, wer die nächste Bundesregierung anführen wird, kommt es wohl vor allem auf die kleineren Partner in einer Koalition an: Grüne und FDP. Die Liberalen wollen daher Vorgespräche.

Die FDP will nach der Bundestagswahl zunächst Gespräche mit den Grünen über eine mögliche Koalitionsbildung mit Union oder SPD führen. Die Parteiführung habe beschlossen, «Vorsondierungen» mit den Grünen aufzunehmen, sagte der Vorsitzende Christian Lindner nach Beratungen von Bundesvorstand und Präsidium.

«Zwischen Grünen und FDP gibt es die größten inhaltlichen Unterschiede bei den Parteien des demokratischen Zentrums, die jetzt über eine Regierungsbildung miteinander sprechen könnten», erläuterte er. «Deshalb macht es Sinn, angesichts dieser bisweilen bestehenden Polarisierung den gemeinsamen Grund zu suchen.»

FDP und Grüne seien zugleich die Parteien, die sich am stärksten gegen den Status quo der großen Koalition gewandt hätten, sagte Lindner. «Und deshalb ist es sinnvoll, dass diese beiden zuerst miteinander das Gespräch suchen, um zu prüfen, ob daraus bei allen Unterschieden ein fortschrittliches Zentrum einer neuen Koalition werden könnte.» Lindner betonte: «Weder die Union noch die SPD stehen für Aufbruch. Beide Parteien regieren lange.»

Nach diesen Gesprächen mit den Grünen sei die FDP offen, «Einladungen von CDU/CSU oder SPD anzunehmen, wenn sie denn kommen, über weitergehende Gespräche», sagte Lindner. Angesprochen auf die von ihm genannte Polarisierung zwischen FDP und Grünen wies er auf die unterschiedliche Herangehensweise an das Thema Klimaschutz…