Armin Laschet, CDU-Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der Union, hat in einer Pressekonferenz betont: „Dieses Ergebnis kann, darf und wird die Union nicht zufriedenstellen“. Es gebe „schmerzliche Verluste“, für Platz 1 – „unser Anspruch, unsere Ambition“ – habe es nicht gereicht. Der Kanzlerkandidat räumte auch persönliche Fehler ein: „Natürlich weiß ich auch, dass ich meinen persönlichen Anteil an diesem Wahlergebnis habe“, so Laschet. In einem „strukturierten Prozess“ wolle man die Stimmenverluste aufarbeiten, kündigte der CDU-Chef an.

Ob in der Opposition oder „auch in Regierungsverantwortung“ müsse eine „Erneuerung der Union stattfinden“, so Laschet weiter. Man habe neben der Partei auch „Verantwortung für das Land“, die Wähler:innen wollten, dass man Verantwortung übernehme und auch regiere. Deswegen habe man am Sonntag die Bereitschaft erklärt, Regierungsverantwortung zu übernehmen, erklärte Laschet. „Keine Partei kann aus diesem Ergebnis einen Regierungsauftrag ableiten. Auch wir nicht. Auch das habe ich gestern deutlich gemacht.“, sagte Laschet, „auch die SPD nicht.“ Dies sei ein Moment, wo die Volskparteien mit Demut vor dem Wähler treten müssen. „Keiner sollte so auftreten, dass er alleine entscheiden könnte, wie eine künftige Regierung aussehen könnte.“

„Klar ist: Kanzler wird in Deutschland der, der eine Mehrheit im Deutschen Bundestag hinter sich bringt.“, sagte Laschet. Kanzler könne auch nur der werden, dem es gelinge, „Gegensätze zu verbinden und ein gutes gemeinsames Projekt für die nächsten vier Jahre zu entwickeln.“ Der CDU-Bundesvorstand sei sich einig, dass man für Gespräche für eine mögliche Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP bereit stehe.