Fast still und heimlich ist auf Netflix in der vergangenen Woche eine Filmdokumentation gestartet. Sie erzählt die Geschichte eines nun schon legendären Rennfahrers: Michael Schumacher. Der deutsche Formel-1-Pilot hat sieben Weltmeistertitel eingefahren und über viele Jahre die Formel 1 dominiert – vor allem mit seinem Rennstall Ferrari. 2012 bestritt er sein letztes Formel-1-Rennen. Ende 2013 stürzte er bei einem Skiunfall schwer und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, von dem er sich bis heute nicht erholt hat.

Die Familie und enge Bekannte legen seitdem schützend ihre Hände über ihn. Trotzdem ist ein Dokumentarfilm entstanden, der ihn, den legendären Rennfahrer, nochmal allen in Erinnerung ruft, die ihn fast schon vergessen haben. Der Film erklärt nichts, er rechtfertigt nichts, er drückt nicht auf die Tränendrüse – er beschreibt. „Schumacher“ erzählt die Geschichte eines Jungen aus dem Rheinland, der mal ein großer Rennfahrer werden wollte – und es wurde.

Michael Schumacher 1988 auf der Kartbahn

Das Naturtalent beweist sich

Mit vier Jahren sitzt er zum ersten Mal in einem Kettcar, das vom Vater, der gerne tüftelt, mit einem Motor ausgestattet wird. Das fasziniert den kleinen Michael. Er wächst quasi auf der Kartbahn auf, die seine Eltern gepachtet haben. Er fährt Rennen und ist ein grandioser Kämpfer, hat einen unverwechselbaren Fahrstil und bleibt Talentscouts nicht verborgen. Dass er jemals am Formel 1-Zirkus teilnehmen würde, hätte der junge Michael Schumacher nie gedacht – denn das geht normalerweise nur mit sehr viel Geld. Dafür sorgen schließlich Sponsoren, die an das Talent des jungen Fahrers glauben und ihn in immer höhere Rennklassen bringen.

Michael Schumacher 1991 in Spa mit dem Jordan-Teamchef Eddie Jordan

1991 schließlich fährt er sein erstes Formal 1-Rennen im belgischen Spa. Beim Qualifying wird er Siebter, im eigentlichen Rennen aber scheidet er aus. Trotzdem hat er seine Tauglichkeit in der Königsklasse bewiesen und gezeigt,…