Der Ausgang der Wahl gilt als offen und es scheint so, dass es zwischen den beiden ehemals großen Volksparteien SPD und den Unionsparteien CDU/CSU eng werden wird. Deutlich dahinter liegen in Umfragen die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Die FDP strebt erneut ein zweistelliges Ergebnis an. Die AfD steht vor ihrem Wiedereinzug in den Bundestag. Die Linke dürfte den Umfragen zufolge an Stimmen einbüßen, aber wieder im Parlament vertreten sein. Insgesamt stehen 47 Parteien und Gruppierungen zur Wahl – so viele wie nie seit der deutschen Wiedervereinigung.

In den 20. Deutschen Bundestag einziehen werden allerdings höchstwahrscheinlich nur die bereits genannten sechs Parteien. Mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr (MESZ) werden erste Prognosen veröffentlicht, etwas später dann erste Hochrechnungen.

Rund 60,4 Millionen Bürger sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und damit über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags zu entscheiden. Kanzlerin Angela Merkel tritt nach knapp 16 Jahren Amtszeit nicht mehr an.

Stand jetzt werden mehrere Koalitionen möglich sein

Es wird erwartet, dass erstmals seit 1957 nur ein Bündnis aus drei Parteien die notwendige Mehrheit für eine Koalitionsbildung erreicht. Hier zeichnen sich realistisch diese Modelle ab: Union – Grüne – FDP oder die Option SPD – Grüne – FDP. Bei diesem Bündnis wäre der größte inhaltliche Spagat zu bewältigen. Eine Koalition SPD – Grüne – Linke scheint politisch wie zahlenmäßig nach letzten Umfragen trotz Schwankungsbreiten eher unwahrscheinlich. Ein Bündnis mit der rechtspopulistischen AfD schließen die anderen Parteien aus.

Schon seit Wochen deutet sich an, dass – auch wegen der Corona-Pandemie – eine Rekordzahl an Menschen per Briefwahl abgestimmt hat. Es wird erwartet, dass mindestens 40 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Briefwähler entfallen.

Gemeinsamer Wahlkampfauftritt in Aachen – die Kanzlerin und der Unionskandidat

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Am Tag vor der Wahl…