„Unglaublicher Fall von Manipulation“
Hubert Aiwanger twittert vor 18 Uhr Prognose-Werte – Empörung über Freie-Wähler-Spitzenkandidat

Beim Wahlvorgang selbst hielt sich Hubert Aiwanger offenbar an alle Regeln

© Armin Weigel / DPA

Das kann teuer werden: Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat bei Twitter den angeblichen Zwischenstand einer Nachwahlbefragung veröffentlicht. Diese Art der möglichen Beeinflussung ist verboten.

Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident Bayerns und Spitzenkandidat der Freien Wähler bei der Bundestagswahl, hat am Wahlsonntag einen mutmaßlich illegalen Tweet abgesetzt und damit für Empörung gesorgt.

Der 50-Jährige twitterte gegen 16 Uhr ein angebliches Zwischenergebnis der sogenannten Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen von 15 Uhr, verbunden mit einem Wahlaufruf für seine Partei („Die letzten Stimmen bitte jetzt noch an uns Freie Wähler!“). Nach kurzer Zeit war der Tweet wieder gelöscht. Wie viele seiner rund 20.000 Followerinnen und Follower den Tweet zur Kenntnis genommen haben, ist unklar.

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