Live-Interview

Bundestagswahl
Politikwissenschaftler analysiert erste Hochrechnungen: „Hälfte der Bevölkerung scheint mit bisheriger Politik zufrieden“

Knappes Rennen zwischen SPD und Union: Beide Parteien liegen bei knapp 25 Prozent

© ay Nietfeld / DPA

Pünktlich um 18 Uhr wurden die Wahllokale geschlossen – nun geht es an die Stimmauszählung. Wer könnte Deutschland nach 16 Jahren Merkel regieren? Welche Bündnisse sind wahrscheinlich? Politikwissenschaftler Detlef Sack mit einer Einschätzung der ersten Hochrechnungen im Live-Interview mit dem stern.

Nach der Wahl ist vor der Stimmauszählung: Bis 18 Uhr konnten knapp 60,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger über den neuen Bundestag entscheiden – und welche Partei den neuen Kanzler oder die neue Kanzlerin stellen darf. 47 Parteien standen zur Wahl – so viele wie nie seit der Wiedervereinigung. Rund 2,8 Millionen Menschen haben erstmals abgestimmt. Bereits am Mittag zeichnete sich eine hohe Wahlbeteiligung ab, auch wenn diese wegen der hhen Zahl an Briefwählern geringer ausfällt als bei letzten Wahl 2017.

Das Rennen ums Kanzleramt ist trotzdem knapp. Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Allensbach waren 40 Prozent aller wahlberechtigten Personen noch unentschieden, wem sie ihre Stimme geben sollen. Und auch mit Blick auf die Umfragewerte der vergangenen Wochen ist das Wahlergebnis noch völlig offen.

Erstmals seit 1957 könnte eine Dreierkoalition nötig sein, um die nötige Mehrheit zu erreichen. Den Umfragen zufolge wären neben einer Ampelkoalition auch ein Jamaika-Bündnis und eine Rot-Grün-Rote Regierung möglich. (Die ersten Hochrechnungen finden Sie hier.)

Was nun nach Ende der Stimmabgabe möglich ist und wie die ersten Hochrechnungen zu bewerten sind, erfahren Sie hier im stern-Live-Interview mit Politikwissenschaftler Detlef Sack von der Universität Bielefeld.