Bei ihrem zweistündigen Treffen in Washington betonten die Staats- und Regierungschefs von Japan, Indien, Australien und den USA ihre gemeinsame Haltung für die Notwendigkeit eines freien Indopazifik-Raums. „Wir stehen gemeinsam in der indopazifischen Region, von der wir uns wünschen, dass sie immer frei von Zwang ist, in der die souveränen Rechte aller Nationen respektiert werden und in der Streitigkeiten friedlich und im Einklang mit dem Völkerrecht beigelegt werden“, sagte der australische Ministerpräsident Scott Morrison.

Dafür wollen die sogenannten Quad-Länder – der Name ist eine Kurzform für „Quadrilateraler Sicherheitsdialog“ – künftig noch enger zusammenarbeiten und ihren Einfluss in der Region vom Indischen bis zum Pazifischen Ozean ausbauen, wie es in der gemeinsamen Abschlusserklärung nach dem ersten Gipfeltreffen dieser Art heißt.

China als „unsichtbarer Gast“

Sowohl das Treffen an sich als auch die Erklärung ließen sich als Signal an China deuten, obwohl die Volksrepublik weder in dem Dokument noch in den Statements der Gipfelteilnehmer direkt adressiert wird.

Gastgeber USA und andere Staaten sind besorgt über die Handelspraktiken der Volksrepublik und den chinesischen Expansionsdrang im Indopazifik. China beansprucht außerdem praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Seit Jahren liegt die Volksrepublik deshalb im Streit mit Ländern der Region wie den Philippinen, Vietnam, Malaysia, Brunei – und auch mit Taiwan. In der Gegend werden große Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet.

Indien ist der weltgrößte Produzent von Corona-Impfstoffen

Corona-Impfstoffe, erneuerbare Energien und 5G

Der japanische Präsident Yoshihide Suga erklärte nach dem Treffen gegenüber Reportern, die Länder hätten sich darauf geeinigt, in den Bereichen Impfstoffe, saubere Energie und Raumfahrt zusammenzuarbeiten und jedes Jahr ein Gipfeltreffen abhalten zu wollen. Die Gruppe hat außerdem angekündigt, sich bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität und dem…