Der Weltverband FIFA will es, die Europäische Fußball-Union UEFA ist dagegen – und hat jetzt im Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen mächtigen Mitstreiter. „Der DFB unterstützt uneingeschränkt die Position der UEFA, wonach eine Entscheidung in einer so wichtigen Angelegenheit nicht ohne die Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs getroffen werden darf“, teilte der DFB nach seiner Präsidiumssitzung am Freitag mit. Mit einfachen Worten: Die FIFA kann in der heiklen Frage, ob eine Weltmeisterschaft künftig alle zwei statt alle vier Jahre stattfinden soll, nicht einfach machen, was sie will.

Eine Beratergruppe der FIFA hatte in der vorigen Woche den Vorschlag präsentiert. Dagegen regt sich der besagte Widerstand – vor allem in Europa und Südamerika. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin drohte sogar mit einem WM-Boykott.

Schlechte Stimmung? UEFA-Chef Aleksander Ceferin

Die Deutschen sind auch verwundert über das bisherige Verfahren. Es sei „unverständlich“, dass zunächst „sogenannte FIFA-Legenden“ und nicht die eigenen Council-Mitglieder konsultiert worden seien. Jüngst in Doha diskutierte Reformmodelle für die Zeit ab 2026, so der DFB weiter, habe „massive Auswirkungen auf den Fußball in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit“. Der Verband in Frankfurt warnte zugleich vor der „Marginalisierung“ von Frauen- und Junioren-Wettbewerben. Auch für die ohnehin schon viel belasteten Profis sei die Idee nicht gut. Die Folge dürfte ein signifikant steigendes Verletzungsrisiko sein. Wie gesagt: immer mehr Spiele auf den Knochen der Profis.

„Ein signifikant steigendes Verletzungsrisiko“: der angeschlagene Gladbacher Lars Stindl bei einer Auswechslung

„Es ist an der Zeit“, sagt man in Asien

In anderen Teilen der Erde sieht man das aber anders, wie jüngst Recherchen der DW ergaben. Zum Beispiel in Asien. Der Kontinent beheimatet zwar mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, verfügt aber aktuell im Vergleich zu Europa (13…