Fifa-Präsident
Wie Gianni Infantino zum Gesicht des „bösen Kommerz-Fußballs“ wurde

Gianni Infantino während der Siegerehrung der Strandfußball-WM in Moskau Ende August

© Mike Kireev / Picture Alliance

von Tim Schulze
17.09.2021, 20:56 Uhr

Fifa-Präsident Gianni Infantino ist für viele die Inkarnation des Bösen im Weltfußball. Die Verkürzung des WM-Rhythmus‘ ist nur sein jüngster Versuch, um sich Macht und Einfluss zu sichern. Davor sind schon andere Vorhaben krachend gescheitert.

In den vergangenen Jahren hat sich Fifa-Präsident Gianni Infantino als äußerst kreativ erweisen, wenn es um neue Klub und -Turnier-Formate ging. Das die bislang alle krachend gescheitert sind, stört den umtriebigen Schweizer nicht, der sich gern als Lordsiegelbewahrer des Weltfußballs aufführt.

Die neueste Idee der Fifa und ihres Präsidenten: Die Fußball-Weltmeisterschaft, die wichtigste Einnahmequelle des Verbandes, soll künftig alle zwei Jahre stattfinden – im Wechsel mit den Kontinentalmeisterschaften. So soll es jeden Sommer große Turniere geben und die Einnahmen würden sprudeln. Es gäbe mehr Sponsrengelder, mehr Medienrechte und mehr Tickets zu verkaufen, kurzum: mehr Fußball, Geld und Spaß für alle. Das ist ist die simple Botschaft hinter der Idee.

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Aus Sicht der Fifa gibt es nur ein Problem: Der Vorschlag kommt nicht so gut an. Unterstützung kommt von Caf und AFC, den Kontinentalverbänden Afrikas und Asiens, auch Ex-Fußballer wie Ronaldo und Lothar Matthäus haben sich hinter die Idee gestellt, doch besonders die mächtigen Kontinentalverbände Europas (Uefa) und Südamerikas (Conmebol) sind strikt dagegen. Und mit ihr zahlreiche Trainer,…