Hygieneartikel
Start-Ups setzen auf nachhaltige Periodenprodukte

Eine Menstruationstasse, Slipeinlagen und Tampons verschiedener Hersteller liegen in einem Badezimmer. Foto: Annette Riedl/dpa

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Tampons und Binden dominieren seit Jahrzehnten den Periodenmarkt. Unauffällig und praktisch ist die Devise vieler Hersteller. Junge Start-Ups wollen Menstruationsprodukte hipp und nachhaltig machen.

Möglichst diskret, gut versteckt in der Faust wird der Tampon unter dem Tisch an eine Freundin gereicht: So eine Situation haben wohl die meisten Frauen schon einmal erlebt.

Doch wenn es nach einigen Start-Ups geht, hat der klassische Tampon ausgedient. Und mit ihm auch das ihrer Meinung nach schambehaftete Image der Menstruation.

Mit Periodenslips, Softtampons und Menstruationstassen sagen sie den etablierten Unternehmen den Kampf an. Ihre Botschaft: Wer menstruiert, soll sich wohlfühlen – und selbst über den Umgang damit entscheiden. Eine der Gründerinnen ist Julia Rittereiser. «Ich hab selbst wahnsinnig Periodenschmerzen und war immer auf der Suche nach einer Lösung, die meine Periode komfortabler und angenehmer gestaltet», sagt sie. «Gleichzeitig wollte ich was haben, was nicht so viel Müll produziert.»

Ihr Unternehmen Kora Mikino hat sich deshalb auf eine nachhaltige Alternative zu Tampons und Binden spezialisiert: Periodenslips. Die Unterhosen bestehen aus mehreren Schichten und können so nach Angaben des Unternehmens bis zu 30 Milliliter Blut aufnehmen – das entspreche etwa 3 mittelgroßen Tampons. Der Bestseller: Nicht etwa die unauffällige Unterhose, sondern der schicke Spitzenslip.

Die Zahlen scheinen Rittereiser Recht zu geben. «Wir wachsen sehr stark», sagt sie. Letztes Jahr sei der Umsatz siebenstellig gewesen, dieses Jahr werde dieser mehr als verdoppelt. «Wenn wir den Zahlen…