Aufrüstung
Atom-U-Boote: So will Australien Chinas Machtstreben entgegentreten

Grafik der amerikansichen Virginia Klasse. Mit dem Virginia Payload Module kann dieser Typ Raketen vertikal starten.

© Wikipedia / PR

von Gernot Kramper
17.09.2021, 19:59 Uhr

Australien lässt den Plan fallen, französische U-Boote zu kaufen, stattdessen soll eine Flotte von atomar angetriebenen U-Booten mit britischer und amerikanischer Unterstützung gebaut werden. Doch das kann dauern.

Australien schließt einen Deal mit den USA über den Bau von Angriffs-U-Booten ab und steigt gleichzeitig aus dem Vertrag mit Frankreich über den Bau ähnlicher U-Boote aus. Zwölf Boote der „Attack“-Klasse – ursprünglich Shortfin Barracuda Block 1A Design – sollten gebaut werden. Die Kosten beliefen sich auf 50 Milliarden Australische Dollar. Auch wenn das australisch-französische-Projekt bislang eher ruckelig denn glatt lief, zeigt sich die französische Regierung düpiert.

Der neue Deal hat zwei Komponenten eine militärtechnische und eine verteidigungspolitische. An der Rolle der U-Boote hat sich nichts geändert. Australien wünscht sich eine Flotte moderner „Angriffs“-U-Boote. Angriff bedeutet dabei nicht, dass man einem Krieg beginnen will. Es entspricht dem Wort „Jagd U-Boot“ des Zweiten Weltkriegs. Diese Boote sind dafür konzipiert, Schiffe und andere U-Boote zu bekämpfen. Anders als Unterseeboote, die vorrangig strategische Raketen transportieren. Wichtig auch: Die Boote werden von einem Nuklearreaktor angetrieben, das heißt nicht, dass sie mit Atomwaffen bestückt werden.

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