Pandemiebekämpfung
Niedersachsen führt freiwillige 2G-Regel für Gastronomie, Kultur und Sport ein

Niedersächsische Bars entscheiden ab sofort selbst, ob sie nur noch geimpfte und genesene Kunden bedienen

© Laurent Gillieron / DPA

In Niedersachsen können Restaurants, Kultur- und Sportstätten künftig selbst entscheiden, ob sie die 2G-Regel anwenden. Mit diesem Schritt will Ministerpräsident Stephan Weil ein „Beitrag zu Normalisierung des öffentlichen Lebens“ leisten.

Niedersachsen führt eine freiwillige 2G-Option für viele weitere Branchen ein. Wie Regierungschef Stephan Weil (SPD) am Dienstag im Landtag in Hannover ankündigte, dürfen künftig Gastronomen sowie Betriebe in Bereichen wie Kultur und Sport auf eigenen Wunsch hin nur Geimpfte und Genesene einlassen. Besucher, die lediglich einen Coronatest vorlegen, müssten draußen bleiben. Im Gegenzug werden dann die Masken- und Abstandspflicht ausgesetzt.

Weil sprach von einer „präventiven Maßnahme“, die Gastronomen und Veranstalter einführen könnten. Einzelheiten will die Regierung demnach in einer neuen Coronaverordnung festlegen, die derzeit erarbeitet wird. Diskotheken und Clubs dürfen in Niedersachsen freiwillig schon nach dem 2G-Modell öffnen, Gäste sind dann von der Maskenpflicht befreit. Die Regelung zeige „durchweg guten Erfolg“, sagte Weil im Landtag. Sie solle ausgeweitet werden.

Normalisierung des öffentlichen Lebens für Geimpfte und Genesene

Die Ausweitung der 2G-Regel sei ein „Beitrag zu Normalisierung des öffentlichen Lebens“ in Niedersachsen, sagte der Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung. Vollständig geimpfte Bürger hätten das Anrecht, „ihr altes Leben“ wieder „uneingeschränkt“ führen zu können. Erwachsene, die sich gegen eine Schutzimpfung entschieden, müssten hingegen „für die Folgen ihrer Entscheidung einstehen“. 

Sollte sich…