Alltagsrassismus
Münchner Stadtrat will rassistisches N-Wort im öffentlichen Raum verbieten

Das Rathaus in München. Der Stadtrat möchte gegen das N-Wort schärfer vorgehen.

© Fotostand / Wagner/ / Picture Alliance

von Tibor Martini
15.09.2021, 14:44 Uhr

Immer wieder gibt es um das rassistische N-Wort in Deutschland Debatten und Diskussionen. Klare Regelungen gibt es dazu bislang aber kaum. München möchte das nun als eine der ersten Städte ändern.

Früher waren Wörter wie das N-Wort, das Z-Wort oder das M-Wort zwar gang und gäbe, inzwischen werden die Begriffe von vielen Betroffenen aber aufgrund der historischen Umstände als verletzend und herabwürdigend empfunden. Im öffentlichen Raum werden sie aber trotzdem noch oft verwendet, sei es bei der Benennung von Speisen oder in Firmennamen.

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Kaum eine Stadt hat auf den Umgang mit den weiterhin bestehenden rassistischen Ausdrücken bislang eine Antwort. Für viele Schwarze Mitbürger:innen und PoC gibt es so kaum einen Schutz vor den von Betroffenen als alltäglich empfundenen diskriminierenden Zuständen. Als erste Stadt in Deutschland beschloss Köln im Mai 2020, dass das N-Wort rassistisch sei und damit nicht in den öffentlichen Raum der Stadt gehöre, später schlossen sich weitere Städte und Kommunen an.

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Diesen Beispielen folgt nun auch der Stadtrat der Stadt München. In einem Antrag, den SPD und Grüne gemeinsam mit der Fraktion Die Linke/Die PARTEI stellten, fordern die Parteien nun, dass das N-Wort im öffentlichen Raum und dabei insbesondere in städtischen Räumen nicht mehr verwendet wird.