Das Prinzip hat sich die EU von den USA abgeguckt: Einmal im Jahr hält die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Grundsatzrede zur Lage der Union. Diesmal im Mittelpunkt: die wachsende internationale Rivalität.

Angesichts der Corona-Pandemie, der Afghanistan-Krise und wachsender internationaler Rivalitäten will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von Leyen die Europäische Union deutlich handlungs- und widerstandsfähiger machen. „Wir treten in eine neue Ära verstärkter Konkurrenz ein“, sagte sie am Mittwoch in ihrer diesjährigen Rede zur Lage der Union. Die klimapolitische und wirtschaftliche Führungsrolle sei für die globalen und sicherheitspolitischen Ziele Europas von zentraler Bedeutung. Man brauche aber auch die Europäische Verteidigungsunion.

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Konkret kündigte von der Leyen unter anderem an, die Herstellung von Hochleistungschips in Europa zu stärken, um die Abhängigkeit von asiatischen Produzenten zu beseitigen. „Während die Nachfrage weltweit explodiert ist, hat der Anteil Europas an der gesamten Wertschöpfungskette abgenommen, und zwar von der Produktgestaltung bis hin zur Fertigungskapazität“, kritisierte sie. Deswegen müsse man nun Forschungs- und Entwicklungskapazitäten von Weltklasseniveau zusammenbringen und die Investitionen der EU koordinieren.

Dies sei nicht nur eine Frage unserer Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch eine Frage der technologischen Souveränität. Vom Smartphone und Elektroroller bis zu Zügen oder ganzen intelligenten Fabriken – „ohne Chips kein digitales Produkt“, sagte von der Leyen.

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