Digitalisierung
Unesco: Schnelles Internet für alle in Deutschland

Die Rückseite eines Hochleistungscomputers. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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«Wie steht es um das Internet in Deutschland?» Bei der Antwort auf diese Frage verteilt die Unesco durchweg gute Noten. Sie sieht aber erhebliche Unterschiede bei der Versorgung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.

Die Unesco hat die politisch Verantwortlichen in Deutschland aufgefordert, bis zum Jahr 2025 einen Rechtsanspruch auf einen flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet zu schaffen und auch umzusetzen.

In einem Bericht zur Internetentwicklung in Deutschland, der auf dem Internet Governance Forum in Berlin vorgestellt wurde, weist die Weltkulturorganisation auf einen «digitalen Graben» hin. Während quasi alle berufstätigen Deutschen (96 Prozent) online seien, nutzten nur gut zwei Drittel der Erwerbslosen (68 Prozent) das Internet. Dieser Graben müsse überwunden werden.

Der für die digitale Infrastruktur zuständige Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) kommentierte den Bericht mit dem Hinweis, das Recht auf schnelles Internet sei längst beschlossen. «Mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes haben wir im Frühjahr dieses Jahres das Recht auf schnelles Internet gesetzlich verankert. Egal, ob ich mich für ein Leben auf dem Land oder in der Stadt entscheide, künftig haben alle einen Anspruch auf schnelles Surfen.»

Außerdem habe die Bundesregierung den Gigabitausbau gestärkt, in dem Genehmigungen beschleunigt und neue Technologien ermöglicht worden seien. «Der Zugang zu schnellem Internet ist heute einer der Grundpfeiler für soziale und wirtschaftliche Teilhabe», betonte der Minister. Das zuletzt in der aktuellen Corona-Lage noch einmal sehr deutlich geworden.

In diesem Punkt sieht auch die Unesco keinen Grund zum…