Bundeswehr
Berlin und Paris sind alarmiert: Russische Söldner in Mali?

Ein Soldat der Bundeswehr steht am Flughafen nahe des Stützpunktes in Gao im Norden Malis. Foto: Michael Kappeler/dpa

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Für die Strategen aus der EU ist es ein Déjà-vu. Treten russische Söldner nach Syrien und Libyen nun auch im westafrikanischen Mali auf den Plan? Deutschland und Frankreich drohen mit Konsequenzen.

Die Bundesregierung ist besorgt über eine sich anbahnende Zusammenarbeit der Militärjunta im westafrikanischen Mali mit Söldnern der russischen Militärfirma Wagner.

«Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Söldnergruppen bestätigen, stellt das die Grundlagen des Mandats der Bundeswehr für Minusma und EUTM in Frage und gemeinsam mit dem Bundestag müssten wir Konsequenzen ziehen», warnte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit Blick auf die zwei laufenden Einsätze von insgesamt etwa 1200 Bundeswehrsoldaten in dem Land.

Zuvor hatte es schon ähnliche Warnungen aus Frankreich gegeben, das in Mali und angrenzenden Sahel-Staaten Truppen auch im Kampfeinsatz gegen Islamistenmilizen hat.

Bundeswehrsoldaten sind Teil der UN-Truppe Minusma. Diese bemüht sich um Stabilisierung, nachdem Nordmali 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen geraten war – bis Frankreich militärisch robust eingriff. Zudem stellt die Bundeswehr Männer und Frauen für die militärische EU-Ausbildungsmission EUTM. Ziel des seit 2013 laufenden Einsatzes ist es, die Streitkräfte in der Region durch Beratung und Ausbildung zu unterstützen, so dass sie Bedrohungen durch islamistische Terrorgruppen entgegentreten können.

Laut France24 geht es um 1000 Wagner-Söldner und Frankreich könnte das als Bruchlinie sehen. Frankreich hatte schon vorher angekündigt, einige Militärstandorte…