von Axel Palm
15.09.2021, 15:45 Uhr

Belichtungsmesser sind in fast jeder Kamera vorhanden. Trotzdem kann ein separates Messgerät das Fotografieren erleichtern. Aber wie belichten Sie richtig und welche Belichtungsmesser eignen sich dafür? 

Ein Foto richtig zu belichten, ist gar nicht so leicht. Klar, jede moderne Kamera hat einen integrierten Belichtungsmesser. Der aber schwächelt in bestimmten Situationen, weil er in der Regel die sogenannte Objektmessung vornimmt. Das bedeutet, dass er das vom Objekt reflektierte Licht misst und Fotograf:innen Blende, Verschlusszeit und ISO-Einstellung so vorschlägt, wie er es für richtig hält. Leider hat der integrierte Belichtungsmesser aber keine Ahnung, was genau Sie wie fotografieren wollen und zu allem Überfluss „sehen“ Kameras nur in Schwarz und Weiß. Deshalb ist der Belichtungsmesser so eingestellt, dass er immer von einer mittelgrauen Szene ausgeht, in der Weiß, Grau und Schwarz ausgeglichen sind. 

Was aber, wenn das gar nicht der Fall ist und Sie beispielsweise einen eingeschneiten Wald fotografieren, der überwiegend weiß ist? Nun, im schlechtesten Fall wäre der Schnee im Bild dann grau, weil der Belichtungsmesser der Kamera den weißen Schnee fälschlicherweise als mittelgrau identifiziert und Fotograf:innen Blende, Verschlusszeit und ISO dann so vorschlägt, als sei der weiße Schnee im Bild eben grau. Die Kamera würde das Foto also unterbelichten. Um diesen Vorgang vollständig zu durchdringen, hilft es, das Zonensystem des US-amerikanischen Fotografen Ansel Adams (20. Februar 1902 bis 22. April 1984) zu verstehen. 

Das Zonensystem von Ansel Adams

Ansel Adams teile seinerzeit das Spektrum von Schwarz zu Weiß in elf Zonen auf: Jede Zone liegt genau eine Belichtungsstufe auseinander.

© stern

Adams unterteilte das Spektrum von Schwarz zu Weiß in elf Zonen. „0“…