Tirana
Balkanreise: Merkel betont Bedeutung der Region für Europa

Angela Merkel nimmt an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem albanischen Premierminister Rama teil. Foto: Franc Zhurda/AP/dpa

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Sechs Staaten aus Südosteuropa wollen in die EU. In der scheidenden Bundeskanzlerin sehen sie eine gewichtige Fürsprecherin, deren Abgang sie zutiefst bedauern.

Wenige Wochen vor ihrem Ausscheiden aus der Politik hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Interesse Deutschlands an den Westbalkan-Staaten bekräftigt.

«Unabhängig davon, wie die deutschen Wahlen ausgehen, wird jeder neue deutsche Bundeskanzler ein Herz für die Region haben», sagte sie am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama.

Merkel beendete eine zweitägige Reise, die sie am Tag zuvor nach Belgrad geführt hatte, aber allen sechs Westbalkan-Staaten galt. Albanien, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und das Kosovo streben gleichermaßen in die Europäische Union (EU). Im Beitrittsprozess erreichten sie bislang unterschiedliche Stufen, aber sie haben alle einen weiten Weg der Demokratisierung und Reformen vor sich.

In der albanischen Hauptstadt Tirana sprach Merkel zunächst mit dem Gastgeber Rama und dann mit den anderen fünf Regierungschefinnen und -chefs: Ana Brnabic (Serbien), Zdravko Krivokapic (Montenegro), Zoran Tegeltija (Bosnien), Zoran Zaev (Nordmazedonien) und Albin Kurti (Kosovo). Es gab jeweils bilaterale Treffen sowie ein gemeinsames Mittagessen in einem Business-Park nahe dem Flughafen.

In Belgrad hatte Merkel nach ihren Gesprächen mit Präsident Aleksandar Vucic das «absolute geo-strategische Interesse» Deutschlands und der EU an der Integration der Westbalkan-Staaten betont. In Tirana bekräftigte sie diese Einschätzung.

Montenegro…