„Recall“ in Kalifornien
Was für die Demokraten bei der Abwahl von Gouverneur Gavin Newsom auf dem Spiel steht

Gouverneur Gavin Newsom und seine Frau Jennifer können sich auf die Unterstützung von US-Präsident Joe Biden verlassen

© David McNew / Getty Images

Im US-Wahlrecht gibt es die Möglichkeit, einen Gouverneur vorzeitig aus dem Amt zu kicken – den sogenannten „Recall“. In Kalifornien muss sich der demokratische Amtsinhaber Gavin Newsom einem solchen Verfahren stellen. Was dabei für ihn und die Demokraten auf dem Spiel steht.

Die Wähler im US-Bundesstaat Kalifornien stimmen am heutigen Dienstag darüber ab, ob der demokratische Gouverneur Gavin Newsom vorzeitig aus dem Amt scheiden muss. Eine Gruppe von Republikanern hatte das Abwahlverfahren, den sogenannten „Recall“, gegen Newsom angestrengt. Der 53-Jährige wird von konservativer Seite unter anderem wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften kritisiert. Außerdem hatte sich Newsom einen gewaltigen Fehltritt geleistet, als er im vergangenen November mit Lobbyisten im Edelrestaurant „French Laundry“ in der Weinregion Napa Valley speiste. Ohne Maske, ohne Abstand, und damit entgegen seiner eigenen Vorgaben. 

Mehrere Dutzend Gegenkandidaten treten gegen ihn an – doch niemand davon ist ein politisches Schwergewicht. Sollte Newsom tatsächlich seinen Posten verlieren und von einem Republikaner ersetzt werden, wäre das eine Sensation. Kalifornien ist eine Hochburg der Demokraten. Die Abstimmung läuft nach deutscher Zeit bis zum frühen Mittwochmorgen.

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