Er wird auch „Nobelpreis der Künste“ genannt: Der Praemium Imperiale gilt als der wichtigste Kunstpreis der Welt und wird seit 33 Jahren von der Japan Art Association vergeben. Dieses Jahr geht der Preis in der Kategorie Malerei an den Brasilianer Sebastião Salgado. In den Sparten Skulptur und Architektur werden der US-amerikanische Künstler James Turrell und der australische Architekt Glenn Murcutt geehrt. Die Auszeichnung in der Kategorie Musik geht an den US-amerikanischen Cellisten Yo-Yo Ma. In der Kategorie Theater/Film wird der Preis wegen der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht vergeben. Den Nachwuchspreis für junge Künstlerinnen und Künstler erhält das italienische Istituto Superiore per la Conservazione ed il Restauro, das mit seiner Scuola di Alta Formazione Kunstrestauratorinnen und -restauratoren ausbildet.

Sebastião Salgado: Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie 

Mit seinem dokumentarischen Blick auf die Welt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner wurde Sebastião Salgados berühmt. Er arbeitete für die renommiertesten Fotoagenturen, darunter Sygma, Gamma und Magnum Photos. Salgados Markenzeichen sind seine Langzeitprojekte, in denen er mittels Schwarz-Weiß-Fotografien das Leben der Menschen am unteren Ende der Gesellschaft ins Visier nimmt – vor allem in Entwicklungsländern. Goldschürfer in Brasilien, Szenen des zweiten Golfkriegs oder die überwältigende Schönheit der Natur sowie die Lebensweise indigener Völker hielt und hält er mit der Kamera fest. Daraus entstanden umfangreiche Bildbände und beeindruckende Wanderausstellungen aus sämtlichen Erdteilen. 

Für viele seiner Arbeiten wurde der 77-jährige Salgado mit Preisen geehrt, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 

James Turrell: Der, der das Licht beherrscht  

Das Medium des 78-jährigen US-Künstlers James Turrell ist Licht. Seine Arbeiten laden zu Meditationen ein, bei denen wir „nach innen gehen, um das Licht zu…