von Dieter Hoß
14.09.2021, 19:27 Uhr

Olaf Scholz hat beste Aussichten, die Wahl zu gewinnen. Eine Regierung hat er dann aber noch lange nicht. Die Parteien eiern bei Koalitionsaussagen herum. Dabei wüssten wir Wähler:innen gerne, woran wir sind. Sicher scheint nur: Das kann dauern.

Angela Merkel sollte sich besser nicht auf ein entspanntes Weihnachten einstellen. Etliche politische Beobachter sind sogar fast sicher, dass sie auch in diesem Jahr noch die Ansprache zu den Feiertagen halten muss. Denn die Kanzlerin führt die Amtsgeschäfte solange weiter, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt ist und eine neue Regierung steht. Doch das kann dauern.

Laut den aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl wird wohl ein Dreierbündnis nötig werden. Das hat schon beim letzten Mal lange gedauert und letztlich nicht geklappt, weil die FDP nach Wochen aus den Koalitionsverhandlungen zu einem „Jamaika“-Bündnis ausstieg (Christian Lindner damals: „Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren“). Und diesmal? Die Stellungnahmen in den jüngsten TV-Runden und an anderer Stelle lassen erahnen: Wir werden nach der Wahl wieder Geduld brauchen. Denn die rechnerische Möglichkeit, eine Koalition zu bilden, ist das eine, die Bereitschaft der Parteien, zu den jeweiligen Bündnissen zusammen zu finden, das andere. Was verraten Zitate aus dem Wahlkampf – womöglich auch zwischen den Zeilen?

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