Bußgelder in Millionenhöhe
5.000 Dollar pro Impfanordnung: Floridas Gouverneur droht Gemeinden mit Geldstrafen

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte zunächst für die Corona-Impfung geworben – nun leistet er teils heftigen Widerstand gegen die nationale Impfkampagne

© Mandel Ngan / AFP

Mehrere Gemeinden im US-Bundesstaat Florida wollen ihre Mitarbeiter zur Corona-Impfung verpflichten. Gouverneur Ron DeSantis sieht das als Eingriff in die persönliche Freiheit und droht mit saftigen Geldstrafen.

Städte und Gemeinden im US-Bundesstaat Florida, die ihren Angestellten eine Corona-Impfung vorschreiben, droht eine Geldstrafe von 5.000 Dollar pro Fall. Dies gab Gouverneur Ron DeSantis Medienberichten zufolge am Montag bekannt. Die potentiellen Bußgelder könnten in die Millionen gehen. Damit verschärft der Republikaner seinen Kurs gegen die von Präsident Joe Biden ausgerufene nationale Impfkampagne.

Generalstaatsanwältin will Impfverweigerer vor Gericht unterstützen

„Wir werden die Arbeitsplätze in Florida schützen. Wir werden nicht zulassen, dass Menschen wegen eines Impfstoffmandats entlassen werden“, habe DeSantis laut „New York Times“ in Newberry, nahe der Stadt Gainsville erklärt. Gainsville sei neben Orange County und Leon County eine der Gemeinden gewesen, die eine Impfpflicht für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst beschlossen habe. In Gainsville habe der Beschluss, der im Oktober in Kraft treten soll, zu Protesten von Arbeitnehmern und Gewerkschaften gesorgt – mehr als 200 von ihnen hätten im vergangenen Monat gegen die Impfpflicht Klage eingereicht.

„Wir fühlen uns verraten und benutzt“ zitiert die „New York Times“ einen Feuerwehrmann aus Gainsville. Als Covid-19-Genesener sei eine obligatorische Impfung für ihn unnötig. Ashley Moody, Floridas Generalstaatsanwältin wolle die Kläger vor Gericht unterstützen – eine Impfpflicht…