Sehen Sie im Video: Teils hitziger Schlagabtausch im zweiten TV-Triell

Die jeweiligen Anhänger der drei Kandidaten für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten sich am Sonntagabend in Berlin in Position gebracht. Vor dem zweiten sogenannten Triell von Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock bei ARD und ZDF versuchten sie noch einmal ihren Kandidaten und ihrer Kandidatin den Rücken zu stärken. Umfragen vor dem Duell sahen die SPD unverändert vorne. Die Sozialdemokraten kommen laut ZDF-Politbarometer auf 25 Prozent, die Union liegt bei 22 Prozent. Die Grünen kommen auf 17 Prozent. Während des gut 90 minütigen Rededuells im Studio lieferten sich Scholz, Laschet und Baerbock dann einen heftigen Schlagabtausch. Dabei war Scholz zunächst in der Defensive. Hintergrund war die jüngste Razzia der Staatsanwaltschaft im Bundesfinanzministerium. Laschet: „Ist in Ihrem Haus durchsucht worden oder nicht?“ Scholz: „An ihrer Frage merkt man, wie sehr Sie unehrlich sind. In meinem Hause war die Staatsanwaltschaft. Und die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung in Köln. Und für die Untersuchung, die sie dort macht, braucht sie Auskünfte. Sie hat keine Untersuchung im Hinblick auf dieses Ministerium.“ Kontrovers ging es auch beim Umgang mit der Linkspartei und der rechtspopulistischen AfD zu. „Wir werden auf keinen Fall mit der Linken koalieren, wir werden auf keinen Fall mit der AfD koalieren, wir werden mit denen noch nicht einmal reden, wir werden nicht kooperieren. Und Demokraten untereinander müssen nach der Wahl reden. Und wir kämpfen um Platz eins.“ Beim Thema Klimaschutz ging Baerbock hart mit ihren Kontrahenten ins Gericht. „Diese nächste Bundesregierung, die ist die, die noch aktiv Einfluss auf die Klimakrise legen kann. Und das heißt dann, wir müssen früher aus der Kohle aussteigen, deutlich vor 2038. Wir können doch nicht, das wollen sie beide, aber wenn sie jetzt ihre Meinung ändern, weil sie sagen, wir sind jetzt die größten Klimaschützer,…