Faktencheck

Zweites Triell zur Bundestagswahl
Geldwäsche, Wirecard, Cum-Ex: Worüber Scholz und Laschet stritten

Finanzminister Olaf Scholz (l.) wurde von Armin Laschet beim TV-Triell scharf attackiert

Zwei Wochen vor der Wahl wird der Ton zwischen Union und SPD scharf. SPD-Kanzlerkandidat Scholz gerät in die Defensive: Unionskandidat Laschet wirft ihm vor, sich bei drei vermeintlichen Skandalen vor Verantwortung wegzuducken. Stimmt das?

FIU, Bafin, Cum-Ex – viele Wählerinnen und Wähler dürften mit diesen Abkürzungen bisher wenig anfangen können. Nun aber rücken sie zwei Wochen vor der Bundestagswahl in den Fokus, und mit ihnen Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Wegen angeblicher Verfehlungen im Finanzministerium attackiert der angesichts schlechter Umfragewerte unter Druck stehende Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet seinen Kontrahenten heftig. Scholz selbst muss sich bald möglicherweise nicht nur im TV-Triell, sondern auch im Bundestag zu den Vorwürfen äußern: Die Opposition will noch vor der Wahl eine Sondersitzung des Finanzausschusses.

Analyse

Zweites Triell zur Bundestagswahl

Viel Vergangenheit, wenig Erkenntnisgewinn und ein unfreiwilliger Wahlhelfer

Vor 14 Stunden

Es geht vor allem um eine Durchsuchung im Bundesfinanzministerium – doch Laschet warf Scholz am Sonntag vor, sich gleich in mehreren Fällen vor Verantwortung für Behörden zu drücken, die seinem Finanzministerium zugeordnet sind. Scholz dagegen betonte, er ducke sich nicht weg, sondern bringe „die Dinge auf den Weg, die notwendig sind“. Über folgende Fälle stritten die Kanzlerkandidaten:

GELDWÄSCHE-EINHEIT

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen Mitarbeiter der Anti-Geldwäsche-Behörde FIU, die beim Zoll und dadurch indirekt beim Bundesfinanzministerium angesiedelt ist. Der Vorwurf: Die…