Bei der Übertragung unserer Chats bei Whatsapp kann sie niemand mitlesen, diese Tatsache ist Facebook sehr wichtig. Ein aktueller Bericht zeigt nun: Es gibt Ausnahmen.

Geht es um Privatsphäre, hat Facebook nicht den besten Ruf, das musste selbst Gründer und CEO Mark Zuckerberg bereits zugeben. Weil sich die Nutzer bei einem Messenger aber wohl fühlen müssen, legte der Konzern viel Wert darauf, dass die Nachrichten bei Whatsapp durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mitlesbar sind. „Nicht mal von Facebook“, erklären die Chats selbst. Und trotzdem beschäftigt der Konzern über 1000 Mitarbeiter, die genau das tun.

Das berichtet die US-Nachrichtenseite „Pro Publica“. Demnach sitzen diese von Facebook beauftragten Personen rund um die Welt, um Millionen von Nachrichten, Fotos und Videos zu überprüfen, die über Whatsapp verschickt wurden. Das Ziel: „Unangemessene Inhalte“ aufzustöbern.

Angestellte Mitleser

Die lassen sich bei Whatsapp wie bei Facebook oder Instagram melden. Markiert ein Nutzer eine Nachricht, ein Foto oder Video als „unangemessen“, wird der Inhalt und der umgebende Chat an Facebook weitergeleitet. Von externen Mitarbeitern wird letztlich bewertet, ob es sich um Betrugsversuche, Kinderpornografie oder mögliche Terrorpläne handelt, so „Pro Publica“.

Recherchen der Seite nach ähnelt der Job sehr Moderationsaufgaben bei anderen Online-Diensten. Für einen Lohn ab 16,50 Dollar hätten die 29 befragten Moderatoren in Büros und während der Pandemie auch zu Hause reihenweise Beschwerden ab. Bis zu 600 solcher Tickets schaffen sie am Tag, das entspricht einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von unter einer Minute. Die Arbeitsgeschwindigkeit wird dabei überwacht.

So prüft Whatsapp die Nachrichten

Der Ablauf ist stets der gleiche. Markiert ein Nutzer eine Nachricht als…