Mehr Cyberattacken
Schwachstelle Homeoffice: Hacker attackieren häufiger – und fordern mehr Lösegeld als früher

Das Homeoffice kann ein Einfallstor für Cyberkriminelle sein

© Edwin Tan / Getty Images

von Daniel Bakir
13.09.2021, 13:17 Uhr

Die Zahl der Cyberattacken auf Unternehmen ist in der Corona-Zeit laut einer Studie deutlich gestiegen. Auch die Lösegeldforderungen nach erfolgreichen Angriffen sind höher als früher. 

Die Corona-Zeit hat nicht nur dem Homeoffice einen mächtigen Schub verliehen, sondern auch kriminellen Hackern, die es auf Unternehmen abgesehen haben. Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) ist das Risiko für Unternehmen, ins Visier von Cyberkriminellen zu geraten, im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. „Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen das Risiko von Phishing und Angriffen mit Schadsoftware“, erklärt das KFN.

Laut der Studie berichten sechs von zehn Unternehmen, dass sie binnen eines Jahres mindestens einmal Ziel eines Cyberangriffs geworden sind. Ein deutlicher Anstieg. Denn: Bei einer Vor-Corona-Befragung in den Jahren 2019 waren nur 50 Prozent dieser Firmen und 40 Prozent aller befragten Unternehmen betroffen gewesen. In der ersten Runde waren 5000 Unternehmen befragt worden, 635 von diesen wurden zwischen Juli und September 2020 erneut befragt. 

Mehr Phishing, höhere Lösegeldforderungen

Die zunehmende Zahl der Angriffe geht vor allem auf vermehrte Phishing-Attacken zurück. Dabei versuchen Kriminelle, Mitarbeitern mit gefälschten Mails Passwörter oder andere sensible Daten zu entlocken – es war die häufigste Form der ermittelten Cyberattacken. Die Bedeutung von Schadsoftware dagegen stagnierte der Studie zufolge.

Die Untersuchung zeigt, dass nicht nur die Zahl der betroffenen Firmen steigt, sondern diese auch…