Emma Raducanu ist die erste britische Grand-Slam-Siegerin seit 44 Jahren. Die 18-Jährige setzte sich im Endspiel der US Open gegen die nur zwei Monate ältere Leylah Fernandez aus Kanada mit 6:4 und 6:3 durch und blieb im gesamten Turnier ohne Satzverlust. Die letzte Britin, die zuvor eine der wichtigsten vier Trophäen im Tennis gewonnen hatte, war Virginia Wade 1977 in Wimbledon.

Gleichzeitig ist Raducanu die erste Qualifikantin seit Einführung des Profitennis 1968, die ein Majorturnier gewonnen hat. Aber auch ihre Gegnerin hat in den vergangenen zwei Wochen einen überraschenden Siegeszug hingelegt. Auf ihrem Weg ins Finale bezwang die Kanadierin unter anderen die ehemaligen US-Open-Siegerinnen Angelique Kerber und Naomi Osak. Außerdem gewann Fernandez drei Matches gegen Konkurrentinnen, die in der Weltrangliste zu den fünf Besten gehören.

Emma Raducanu und ihre Gegnerin Leylah Fernandez

Das Duell der beiden war das erste Major-Finale zweier ungesetzter Spielerinnen. Zwei „Teenagerinnen“ in einem Endspiel bei einem Grand Slam hatte es zuletzt 1999 gegeben, als Serena Williams gegen Martina Hingis gewann.

Die Zuschauer im Arthur Ashe Stadion bekamen mitunter spektakuläre Ballwechsel geboten. Im Eifer des Gefechts zog sich Raducanu außerdem ein blutendes Knie zu. Doch nach einer Behandlungspause hatte sie auch ihre Nerven wieder im Griff. Nach 1:51 Stunde nutzte die Britin den dritten Matchball und machte den Sieg mit einem Ass perfekt.

se/fw (sid, dpa, rtr)