Es war zwar schon im Vorfeld mit Spektakel gerechnet worden, aber das so viel geboten sein würde, war vor dem 4:3 (1:2)-Auswärtserfolg des BVB in Leverkusen nicht zu erwarten gewesen. Die Leverkusener setzten auf frühes Pressing und kamen so schon früh im Spiel zum Erfolg: Nach einem Ballgewinn in der Dortmunder Hälfte hatte Florian Wirtz viel Platz und keine Mühe BVB-Torhüter Gregor Kobel zu überwinden (9. Minute). Im Anschluss entwickelte sich eine spannende Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Eine dieser Möglichkeiten nutzte kurz vor der Pause BVB-Torjäger Erling Haaland, der per Kopf traf (37.). Und nur Sekunden später zappelte der Ball erneut im Leverkusener Netz: Jude Bellingham hatte per Kopf aus kurzer Distanz abgeschlossen (39.). Allerdings zählte der Treffer nach Eingriff des Videoassistenten nicht, weil Moussa Diaby zuvor gefoult worden war. Statt das Spiel zu drehen geriet Borussia Dortmund noch vor der Pause erneut in Rückstand, weil Patrik Schick einen Konter erfolgreich abschloss (45.+2).

Dortmund kam besser aus der Halbzeit und erzielte durch den Ex-Leverkusener Julian Brandt das 2:2 (49.). Das Spektakel ging danach ungebremst weiter: Nach einem Eckstoß traf Diaby mit einem platzierten Flachschuss ins untere, rechte Eck (55.). Das nächste Highlight setzten wieder die Dortmunder: Raphael Guerreiro zirkelte einen direkten Freistoß aus rund 20 Metern Torentfernung unhaltbar ins rechte, obere Eck und glich die Partie erneut aus (71.). Nur wenige Augenblicke später kam erneut der Videoschiedsrichter zum Einsatz: Weil Bayers Innenverteidiger Odilon Koussounou Marco Reus beim Abschirmen des Balles mit der Hand im Gesicht getroffen hatte, gab es Strafstoß für Dortmund, den Haaland sicher verwandelte (77.). Zwar warf Leverkusen noch einmal alles nach vorne und wollte das 4:4 erzwingen, spielte vor dem Dortmunder Tor aber letztlich zu ungenau.

VfL Wolfsburg behält weiße Weste

Tabellenführer nach dem 4. Spieltag bleibt der VfL Wolfsburg,…