Alle zwei Jahre eine Fußball-WM? In Europa stoßen die Planspiele der FIFA auf ein harsches und nahezu einstimmiges Echo. „Kompletter Schwachsinn“, ärgert sich Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl quasi stellvertretend für viele. „Ich halte überhaupt nichts davon, in einer solchen Zeit solche Themen in dieser Form zu diskutieren. Der Fußball ist schon sehr präsent, noch mehr Präsenz führt nicht zu noch mehr Interesse.“

UEFA-Boss Ceferin: Konfrontation mit der FIFA

Aleksander Ceferin, Chef des europäischen Fußballverbands UEFA, führt den Widerstand gegen an. „Die UEFA und ihre Nationalverbände haben auch ernsthafte Vorbehalte und ernste Bedenken gegenüber Berichten über die Pläne der FIFA“, sagte Ceferin und betonte, dass Europa eine alle zwei Jahre stattfindende Weltmeisterschaft boykottieren könnte.

Impuls aus Saudi-Arabien

Asien beheimatet zwar mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, verfügt aber aktuell im Vergleich zu Europa (13 Startplätze) nur über vier WM-Startplätze. Im asiatischen Raum ist man demzufolge offener für Veränderungen des Status quo. Saudi Arabien gab den Anstoß zur Diskussion darüber, den WM-Turnus zu verkürzen. „Es ist an der Zeit, die Struktur des globalen Fußballs zu überprüfen“, sagte der Präsident des saudischen Fußballverbands, Yasser Al-Misehal, im Mai. 

Unterstützung kommt von vier weiteren Landesverbänden aus Südasien: Bangladesch, Sri Lanka, Malediven und Nepal waren sportlich noch nie auch nur in der Nähe einer WM-Endrunde. Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen brachten sie Anfang des Monats eine gemeinsame Erklärung auf den Weg. Darin heißt es, über den Vier-Jahres-Zyklus müsse diskutiert werden. Die Begründung: „Weniger als ein Viertel der derzeitigen Mitgliedsverbände der AFC (Asian Football Confederation) waren in fast einem Jahrhundert vertreten.

Kommerziell attraktiv

Finanziell ist der durchschnittliche asiatische Verband stärker von den Geldern abhängig, die der Weltverband an…