Reservisten sollen rechtsextreme Gruppe gebildet haben

Mehrere Reservisten sollen Teil einer Wehrsportgruppe gewesen sein. Foto: Timm Schamberger/dpa/Symbolbild

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Durchsuchungen in drei Bundesländern, Funde von Waffen und Munition: Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt im Fall einer mutmaßlichen Wehrsportgruppe. Zu den Mitgliedern sollen auch Reservisten gehören.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen mehrere Bundeswehrreservisten, die sich zu einer rechtsextremen Wehrsportgruppe zusammengeschlossen haben sollen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Polizei in einem Großeinsatz mehrere Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in drei Bundesländern durchsucht hat. Insgesamt gebe es neun Beschuldigte, darunter seien sechs Reservisten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Freitag. Bei sieben Beschuldigten habe es Durchsuchungen gegeben, darunter waren demnach vier Reservisten. Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet.

Die Beamten fanden Waffen, Waffenteile und Munition, wie die Sprecherin der Anklagebehörde sagte. Ein «nicht unerheblicher Anteil» der Waffen müsse zunächst begutachtet werden, bislang könne sie zu den Funden nichts sagen. Die Ermittlungen dauern an. Die Verdächtigen seien männlich und 37 bis 53 Jahre alt.

Durchsuchungen gab es nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums am Mittwoch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Orte wurden nicht genannt, in Niedersachsen geht es um das Gebiet der Polizeidirektionen Lüneburg und Hannover. Im Einsatz waren nach Ministeriumsangaben fast 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte unter Leitung des Landeskriminalamts Niedersachsen.

dpa

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